Schloßborn

"Von Eppstein erreicht man talaufwärts auf lieblichen Wegen das alte katholische Pfarrdorf Schloßborn. Am östlichen Ende des westlich von Königstein in einem freundlichen Hochtal an dem Dattenbach gelegenen Ortes stehen die Ruinen einer alten Burg."

Schloßborn, daß ehemals Brunnon hieß, ist sehr alt. Die erste Kirche Brunnons hat, wie eine in der Heidelberger Universitäts-Bibliothek befindliche Urkunde des Erzbischofs Bardo von Mainz aus dem Jahre 1043 meldet, kein Geringerer als Erzbischof Willigis von Mainz erbaut. Staggo, Erzbischof der Dänen, hat sie geweiht. Vielleicht trug der Ort seinen Namen zu Ehren des Erzbischofs Bruno von Köln, des Bruders Kaisers Otto I.

Bruno, der als Reichskanzler Ordnung in die Kanzlei brachte, ist 965 zu Reims gestorben. Willigis ist von Otto I. In seine Kanzlei aufgenommen worden und von Otto II. 975 zum Erzbischof von Mainz und Erzkanzler für Deutschland erhoben worden; er begann den Bau des Mainzer Domes, baute die Brücke bei Aschaffenburg über den Main und die bei Bingen über die Nahe.

Dem Erbauer der ersten Kirche zu Schloßborn wird in alten Schriften ein Loblied gesungen: „Was der Bischoff vor ein kluger und bescheidener Herr gewesen, dessen seynd nicht alleine die Bücher voll, sondern es ist solches auch aus seinen eigenen Worten sattsam abzunehmen, da er überall ein Rad gemahlet mit der Überschrift: Willigise, Willigise, recole unde veneris et prioris tuae fortunae memor, quis nunc sis, considera.“

Durch dessen kluge education hat Kaiser Otto III. allbereit in seiner Jugend einen solchen herrlichen Verstand hervorleuchten lassen, daß er den Bey-Nahmen bekommen: Miribilia mundi.

 

Da die Mainzer Bischöfe der alten Zeit nicht so sehr der inneren Einkehr pflegten, sondern häufig selbstbewusste Herren waren, könnte zutreffend sein, was der Volksmund von dem Kirchenfürsten erzählt: Willigis habe, als die Mainzer Domherren, um ihn als Sohn eines Wagners in Schöningen im Braunschweigischen zu ärgern, ein Wagenrad an seine Wand malten und darunter schrieben: „Willigis, Willigis! denk, woher Du kommen fis“, das Rad in sein Wappen aufgenommen, das jetzt noch das Mainzer Wahrzeichen ist. Bei seinem Ansehen konnte er sich, wie viele Jahrhunderte nach ihm der alte Fritz, der die Manifeste, die sich gegen ihn richteten, niedriger hängen ließ, damit man sie auch lesen konnte, diese Rache an seinen Spöttern erlauben.

Willigis übergab Ende des 10. Jahrhunderts die Kirche unter Kaiser Otto III. Dem Stefansstift in Mainz. Im Jahre 1043 wurde die alte hölzerne Kirche durch eine steinerne ersetzt, die Erzbischof Bardo weihte.

 

Die Vogtei kam 1190 an die Herren von Eschborn und damit später an Cronberg. Noch Urkunden von 1223 und 1264 nennen den Ort immer als Burne.

Der Ort war gut befestigt; 1369 wurde die Befestigung erneuert und mit neun Türmen versehen.

Im Jahre 1442 gelangte der Platz durch Kauf an die Eppsteiner, die eine Burg anlegten. Später diente diese ihnen als Jagdschloß. Seit der Übernahme durch die Eppsteiner hieß der Ort Schloßborn.

Kaiser Maximilian gab Schloßborn 1568 das Privilegium eines Jahrmarktes. Die Burg stand auf der Stelle, an der sich heute die „Wirtschaft zur Burg“ befindet. An den noch vorhandenen Turm schließt sich nördlich ein Stück Ringmauer an. Das Verließ des Turmes ist 5 Meter hoch. Im Scheitel des Gewölbes befindet sich eine viereckige Öffnung, oberhalb des Verließes eine rundbogige Tür. Die zu der ehemaligen Vogtei gehörigen Orte Nithusen, Molnhusen, Frankenbrücken, Lubrechtsborn bestehen nicht mehr.

Schloßborn gehörte 1803 bis 1866 zu Nassau.

 

Abschrift aus dem Buch „Burgen um Frankfurt a. M.“ sechste Auflage FFM Herbst 1919

 

 

 

 

 

 

 

 

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03.12.2014   7.060           7.705             --

04.12.2014   7.319           7.461             --

05.12.2014   7.470           7.245             --

06.12.2014   7.755           7.451             --

07.12.2014   7.022           7.553             --

08.12.2014   7.739           7.166             --

09.12.2014    7.180          7.963        7.807

10.12.2014    7.940          7.665        7.663

11.12.2014    7.670          7.251        7.634

12.12.2014    7.712          7.063        7.028

13.12.2014   7.118           7.195             --

14.12.2014   7.115           7.851             --

15.12.2014   7.808           7.426             --

16.12.2014   7.041           7.933             --

17.12.2014   7.146           7.242             --

18.12.2014   7.565           7.946             --

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