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    Schlachtessen
     

Samstag, 1.Dezember                         

 

ab 15 Uhr

 

Der romantische                       Schloßborner Weihnachtsmarkt

   

 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ring der Schloßborner

 

 

 

Heimat- und Geschichtsverein stellte neun Infotafeln zur Ortsgeschichte auf.

 

 

 

Schloßborn, das ursprünglich einmal den Namen Born trug, ist eine der ältesten Ortschaften im Taunus. Bereits im 11. Jahrhundert n.Chr. lag das Dorf im Zentrum eines ausgedehnten Pfarrsprengels und erhielt bereits im Jahr 1043 eine Steinkirche. Das Patronat der Pfarrei oblag dem Mainzer Stephans-Stift, die weltliche Gerichtsbarkeit in Born und den umliegenden Orten übten die Eppsteiner Grafen aus, die die Region über einen längeren Zeitraum beherrschten.

 

 

 

Trotz der relativ geordneten Verhältnisse waren es im 15. Jahrhundert wilde Zeiten im Taunus, als der Graf von Eppstein das teilweise noch den Rittern von Cronberg gehörende „Vogteigericht“ zu Born kaufte. Zu dem kleinen Vogteigut gehörten damals 138 Morgen Acker, 61 Morgen Wiesen und 29 Morgen Wald. Ein Morgen sind etwa ¼ Hektar (10.000 qm) - eine eher überschaubare Größe. Gleichwohl weckte so ein Besitz stets Begehrlichkeiten von Räubern und bösen Nachbarn. So kam es, dass sich der Graf im Jahr 1442 entschloss, um den Ort eine trutzige Steinmauer mit sieben wehrhaften Wachtürmen zu ziehen. Die ringförmige Ortsbefestigung war 700 Meter lang, sieben Meter hoch und 1,80 Meter dick. Die Höhe der Türme betrug 16 Meter.

 

 

 

Auf der Außenseite der Ringmauer zog sich ein tiefer Graben entlang. Sein Rand war mit einer Hainbuchenhecke bepflanzt. Innerhalb der Ringmauer befanden sich Burggebäude, Stallungen, Zehntscheune und etwa 40 - 50 Häuser. Die Einwohner lebten damals von der Landwirtschaft.  Die solide Befestigung verhinderte es indes nicht, dass während ständiger Fehden immer wieder Plünderungen durch fremde Landesherren den Ort heimsuchten. Die große Feuerprobe kam im 30-jährigen Krieg (1618 - 1648). Viele Dörfer der Region wurden damals durch Brände und Raubzüge ausradiert und verschwanden für immer von der Landkarte. Schloßborn konnte nicht zuletzt dank seiner Befestigung überleben.

 

 

 

Verheerender als die kriegerischen Landsknechte erwies sich in späteren Jahrhunderten der „Zahn der Zeit“, der an der Wehranlage nagte und im Jahr 1700 gleich sechs der sieben Wehrtürme zum Einsturz brachte. Der verbleibende Turm, der sich seit 1891 im staatseigenen Besitz befand, zeigte zunehmend Risse. Er wurde im Jahr 1920 mit Gipsbändern ausgebessert, stürzte dann aber 1957 ein. Die Landesregierung in Wiesbaden scheute die Sanierungskosten und überließ 1958 die Turmruine der damals noch eigenständigen Gemeinde Schloßborn. Diese verpflichtete sich, den Turm und die Mauer im Sinne der Denkmalpflege zu erhalten. Doch erst 2001 konnte auf Initiative des Heimat- und Geschichtsvereins ein Ringanker eingebaut werden, der erheblich zur Stabilisierung des Turms beitrug. Was aber fehlte, war eine sichere Bedachung zum Schutz der historischen Bausubstanz. Schließlich gelang es dem Verein mit der Gemeinde Glashütten einen Pachtvertrag abzuschließen, um endlich die erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen angehen zu können. Mit Erfolg - 2014 konnte die Restaurierung der Außenmauer abgeschlossen und dann im Frühjahr 2015 das Dach angebracht werden.

 

 

 

Doch damit noch nicht genug. Den wertvollen Kleinodien Schloßborner Geschichte gilt das langjährige Engagement und Herzblut des Heimat- und Geschichtsvereins, der sich neben vielen anderen Aufgaben den Erhalt der wenigen noch verbliebenen Spuren der alten Ringmauerfestung auf die Fahnen geschrieben hat. Nach erfolgreicher Rettung des letzten Wachturmes richtete der Verein unter seinem langjährigen Vorsitzenden Joachim Frankenbach sein Augenmerk auf die Ringmauer, Zeugnis der uralten Geschichte Schloßborns. Die Stürme der Zeit hatten den Großteil der historischen Befestigungsanlage vernichtet oder mit Erdreich zugeschüttet. So kam die Idee auf, den Verlauf des Bauwerks rund um den Ortskern durch Hinweistafeln wieder sichtbar zu machen und die Geschichte auch für weniger Eingeweihte noch einmal zu erzählenFrankenbach langjähriger 1. Vorsitzender des Schloßborner Heimat und Geschichtsvereins                      Fotos Armin Scheer

 

 

 

Moderne und haltbare Schilder aus Metall in stabilen Gestellen in Form historisch anmutender Rundbögen berichten dem Betrachter nun mit informativen Texten, Jahreszahlen und alten Abbildungen über die wechselvolle Historie des Ortes - sie sind ein Gemeinschaftswerk des Heimat- und Geschichtsvereins unter dem heutigen Vorsitz von Linda Godry, der u.a. in Gestalt der Flughafenstiftung, der Taunussparkasse und dem Landrat sowie zahlreichen Spendern  tatkräftige und finanzielle Unterstützung für das Projekt erhielt. Das Gesamtkonzept der Geschichtstafeln entwickelte Joachim Frankenbach. Armin Scheer bearbeitete die Fotos. Die Präsentation soll nicht nur zum Museumsfest des Vereins, sondern auch in der Zeit danach, vielen Menschen die Geschichte von Schloßborn vermitteln.

 

 

 

„Alles ist mit allem verbunden. Was wir denken, wie wir handeln, alles entsteht durch unsere Erfahrungen und Wahrnehmungen. Auf die Lehren der Vergangenheit kann man dabei nicht verzichten. Deshalb dürfen wir als Geschichtsverein nicht müde werden, bei unserem Wirken und unseren Ausstellungen stets auch einen Bezug zur Gegenwart herzustellen“, so der langjährige Vorsitzende Joachim Frankenbach.

 

 

 

Das Museumsfest 2018   Voller Erfolg, Traumergebnis, gute Arbeit :Vorstand  Linda Godry, Peter Hofmann, Armin Rehme, viele tolle  Helfer.         Ausstellung und Vorträge: Die Ringmauer. Christoph Klomann,Joachim Frankenbach


WANDERUNG       Die diesjährige Wanderung des Heimatvereins fand besonders viele Freunde.Kein Wunder........geführt von Friedel Konrady mit seinem Wissen über die Gemarkungen um Schloßborn, mit Beiträgen des Christoph Klomanns über die geschichtlichen Hintergründe ging es diesmal um die verlassenen Dörfer,Wüstungen. Als Jürgen Grossmann noch seine profunden Kenntnisse  über die Bodenzeugen zeigte, war die Begeisterung groß.Abgerundet durch ein Gläßchen Äppelwoi und einem netten Gespräch am Schluß gingen alle zufrieden nach Hause.       Bilder folgen